Hubert Sieber
Landschaftsfotografie
Angefangen hat alles damit, dass ich als 10-Jähriger von meinen beiden älteren Brüdern zum Fotografieren von Dampflokomotiven verdonnert wurde. Da stand also der Bub mit einer Voigtländer Bessa II hinter dem Stativ und wartete auf das vorbeifahrende Objekt, um im richtigen Augenblick auf den Drahtauslöser zu drücken. Normalerweise hätte das zu einer lebenslangen Kamera-Phobie führen müssen. Das Schicksal hatte es anders mit mir vor.
Gerade erwachsen geworden entdeckte ich neue, vielversprechendere Motive: mit einer günstig erworbenen Praktica LTL3, drei Wechselobjektiven und einem Minimal-Fotolabor lichtete ich ab: Freundinnen vor Fenstern, neben Fenstern, an Bäumen oder Treppengeländern gelehnt, kess über die Schulter blickend…. Später dann Kinder und Ehefrau, aber immer wieder Landschaften.
Landschaften sind meine Leidenschaft geblieben. Jetzt sieht man mich mit Nikon und ND1000 am See. Da hoffe ich auf gutes Licht. Ich tendiere noch stark zum Kitsch; vielleicht sind auch meine übermotivierten Nachbearbeitungen daran schuld. Also erkläre ich es ab sofort zu meinem Ziel, für eine klare Komposition zu sorgen, Linien- und Lichtführungen einzusetzen, Überflüssiges aus dem Bildausschnitt zu verbannen. Es gibt noch viel zu lernen.
Gelegentlich mache ich Ausflüge in die Makro-, die Immobilien-, die Portrait-Fotografie.
Dampflokomotiven? …..wenn ich durch Zufall an einer vorbeilaufe, was selten vorkommt. Ich entscheide das jetzt selbst.